Home
Kanzleiprofil
Rechtsanwälte
Arbeitsrecht
Mietrecht
Verkehrsrecht
Allg. Zivilrecht
Familienrecht
Sozialrecht
Strafrecht
Verbraucherinsolvenz
Zwangsvollstreckung
Impressum
Kontakt/Anfahrt

VERBRAUCHERINSOLVENZVERFAHREN - Chance für einen wirtschaftlichen Neuanfang

 

 

In den letzten Jahren ist die Zahl der Menschen, die ihren privaten finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können, deutlich gestiegen, wobei die Gründe für die oftmals unverschuldete Überschuldung vielfältig sind. Eigenbemühungen, den Schuldenberg durch Zahlung kleinerer Beträge nach und nach abzutragen bewirken im Ergebnis oftmmals sogar noch eine Verschlimmerung der Schuldensituation, z.B. infolge fortlaufender Zinsbelastungen.

Dauerhaft hilft hier nur die Durchführung des Verbraucherinsolvenzverfahrens.

 

 

Verbraucherinsolvenzverfahren - Was ist das?

 

Seit 1999 gibt es das Verbraucherinsolvenzverfahren als spezielles Insolvenzverfahren für Privatpersonen (Verbraucher) und ehemals gewerblich Selbständige, die weniger als 20 Gläubiger und keine Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhätnissen haben.

Ziel des Verfahrens ist ein sozial gerechter Ausgleich zwischen den widerstreitenden Interessesn von Gläubigern und Schuldnern, indem durch gleichmäßige Verteilung des pfändbaren Einkommens auf alle Gläubiger für einen Zeitraum von sechs Jahren deren Forderungen oftmals wenigstens zum Teil erfüllt werden und dem redlichen Schuldner im Gegenzug für etwa noch offene Restbeträge die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und damit die Chance auf einen wirtschaftlichen Neuanfang eröffnet wird.

 

 

Wie läuft das Verfahren ab?

 

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein mehrstufiges Verfahren.

 

1. Außergerichtlicher Schuldenbereinigungsversuch

 

Erster zwingender Verfahrensschritt ist der Versuch, sich mit sämtlichen Gläubigern außergerichtlich unter Ausarbeitung eines konkreten Schuldenbereinigungsplans über die Möglichkeit der Schuldentilgung zu einigen.

Ein Tätigkeitsschwerpunkt unserer Kanzlei besteht darin, Schuldner in diesem Verfahrensabschnitt zu beraten und gegenüber den Gläubigern zu vertreten.

Durch umfassende Analyse der Schuldensituation und deren fachlich fundierte Auswertung

kann so oftmals sogar erreicht werden, daß Gläubiger bereit sind, sich auch mit einer geringeren als der zunächst vom Schuldner beanspruchten Summe zufrieden zu geben und die Sache damit endgültig abzuschließen.

Wenn der Einigungsversuch jedoch scheitert, weil ein oder mehrere Gläubiger den unterbreiteten Schuldenbereinigungsplan ablehnen, folgt als nächster Schritt der Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens beim zuständigen Insolvenzgericht.

 

2. Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens beim zuständigen Insolvenzgericht

 

Voraussetzung für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist, dass das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs vom Anwalt als "geeigneter Person" im Sinne von § 305 InsO bescheinigt wird.

Sodann werden dem Schuldner vom bescheinigenden Anwalt alle weiteren Unterlagen, welche für die Beantragung des Insolvenzverfahrens beim Insolvenzgericht notwendig sind, ausgehändigt. das Insolvenzgericht entscheidet dann anhand des Schuldenbereinigungsverfahrens, ob es zunächst einen weiteren Einigungsversuch mit den Gläubigern unternimmt oder aber sogleich das Insolvenzverfahren eröffnet.

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird ein Treuhänder eingesetzt, welcher nach Erstellung einer Insolvenztabelle für die Dauer von sechs Jahren das (falls vorhanden) pfändbare Vermögen des Schuldners unter den Gläubigern verteilt.

 

3. Restschuldbefreiung

 

Das Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet dem redlichen Schuldner die Möglichkeit der Restschuldbefreiung. Die Restschuldbefreiung kann das Gericht nach einer Wohlverhaltensperiode von sechs Jahren erteilen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen.

Die Restschuldbefreiung bewirkt, dass dem Schuldner sämtliche noch offene Restschulden erlassen werden.

 

 

WAS  WIR  FÜR  SIE  LEISTEN:

 

Wir beraten und vertreten Sie während des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens gegenüber den Gläubigern, so dass Sie sich nicht nochmals mit diesen auseinandersetzen müssen. Hierfür sind wir auf Ihre gewissenhafte Zuarbeit angewiesen, denn es ist erforderlich, dass wirklich alle Unterlagen zusammengetragen werden.

 

Benötigt werden je nach vorliegendem Sachverhalt u.a.

     - Rechnungen / Zahlungsaufforderungen

     - Darlehensverträge

     - Telefon- u. Mobilfunkverträge

     - Mahnungen / Mahn- u. Vollstreckungsbescheide, Gerichtsurteile

     - Adressen von Gläubigern, von denen keine Rechnungen mehr vorhanden sind

     - Verdienstbescheinigungen / Gehaltsabrechnungen

     - Mietvertrag

     - Nachweis über bestehende Unterhaltsverpflichtungen

 

Als erstes informieren wir sämtliche Gläubiger über das angestrebte Schuldenbereinigungsverfahren und fordern diese auf, die gegenüber Ihnen geltend gemachten Forderungen nochmals aktuell zu beziffern und durch Nachweise zu belegen.

Sodann werden diese oftmals sehr umfangreichen Unterlagen von uns gesichtet und ausgewertet.

Schließlich erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen einen Schuldenbereinigungsplan, der einerseits einen möglichst akzeptablen Einigungsvorschlag für die Gläubiger beinhaltet, dabei aber auch Ihre konkrete Lebenssituation und persönlichen Bedürfnisse hinreichend berücksichtigt.

 

 

 

Sowohl die erforderliche anwaltliche Inanspruchnahme als auch das Verbraucherinsolvenzverfahren selbst sind kostenpflichtig.

 

 

 

Top
RECHTSANWÄLTE Baunack & Schlenker - Leipzig  | RAe.Baunack-Schlenker@freenet.de